Trotz allem: vorwärts!

Was hat uns doch diese Pandemie immer wieder aufs Neue gefordert. Sei es im Privaten oder bei der Arbeit. Nie wurde mehr über ein Thema diskutiert (ausser übers Wetter). Gemeinsam und mit viel Verständnis werden wir den Weg aus diesem Elend finden und beschreiten!

Unternehmer, welche öffentlich niederschmetternde Aussagen tätigen, steuern leider nur zu einer verständlichen Resignation bei. Dies ist ein Verbrechen gegenüber den Fahrer/-innen. Und das nur aus finanziellem Denken. Schweizerisches Pflichtbewusstsein und soziale Verantwortung bleiben auf der Strecke. Früher wurde Dieben die Hand abgehackt – Untaten an der Gesellschaft wurden mit Steinigung bestraft. Und heute? Wo bleibt die Loyalität gegenüber den Angestellten? Man kann der schwarzen Schafe im Transportgewerbe leider nicht habhaft werden, oder als Zukunftsvision «noch nicht». Doch will ich nicht zu dunkel malen. Nach wie vor hat dieser Beruf noch seine schönen und aufregenden Seiten. Lassen wir uns diese nicht auch noch nehmen.

«Ich liebe meinen Beruf.» Diese Aussage ist in unserem Gewerbe zur Seltenheit geworden. Auch Väter ermuntern ihre Nachkommen nicht mehr so intensiv, diesen Beruf zu erlernen. Doch trotz allem befahren noch viele zufriedene Schweizerinnen und Schweizer tagtäglich unsere Strassen. Sie nehmen auch immer noch die auftretenden Erniedrigungen und Zusatzarbeiten bei den Abladestellen in Kauf. Und damit die positiven Alltagserscheinungen weiterhin Oberhand behalten, wird sich der Verband auch in Zukunft gegen Einsparungen und Ungerechtigkeiten wehren. Dazu gehört auch ein allgemein verbindlicher GAV. Doch auch im Jahr 2021 gab es viele schöne und unvergessliche Momente. Zum Glück sehen nicht alle nur schwarz. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all jene, welche:

–im Sinne von Routiers Suisses Freude und Mut verbreitet haben
–den Kopf nicht in den Sand gesteckt haben und ihre Pläne trotz allem verwirklicht haben

So sichern wir unser Überleben. Motto für 2022: durchhalten und sich nicht unterkriegen lassen. Es wird nicht immer einfach sein, Familie, Beruf und Finanzen bestens zu meistern. Gebt euer Bestes. Ich glaube an euch!

Geschätzte Routiers-Familie, ein herzliches Dankeschön an alle, die sich dem Wohl der Routiers Suisses gewidmet haben und noch widmen werden. Nur wenn wir gemeinsam am selben Strick ziehen, erreichen wir das Ziel. Ich freue mich, auch im Jahr 2022 konstruktive sowie auch gemütliche Momente mit euch erleben zu können.

Markus Odermatt, Zentralpräsident Les Routiers Suisses