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Das Restaurant Marché Relais du Saint-Bernard in Martigny verfügt über eine Terrasse mit Blick auf den Rosel-Teich: «Man fühlt sich in den Ferien und vom Autobahnlärm hört man nichts», hält Uros Vuckovic, seit drei Jahren Leiter des Restaurants, fest.

Im Relais du Saint-Bernard in Martigny «fühlt man sich wie in den Ferien»

Das Restaurant Marché Relais du Saint-Bernard befindet sich auf der Autobahn A9, in der Nähe von Martigny. Seit Jahresbeginn ist es ein Relais-Mitglied der Routiers Suisses.

Was ist der Haupttrumpf des Relais du Saint-Bernard? «Ganz sicher seine Lage neben dem Rosel-Teich. Man hat das Gefühl, man sei in den Ferien. Es ist ruhig, den Lärm der Autobahn hört man nicht, etwas, das unsere Gäste sehr schätzen», beantwortet Uros Vuckovic (38), seit dem 1. April 2018 Leiter dieses Betriebs, unsere Frage. Zu seinen Kunden zählen viele Chauffeure. Die Raststätte Relais du Saint-Bernard verfügt über rund 20 Lastwagen-Parkplätze und Uros Vuckovic möchte deren Fahrer mit «Angeboten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis» zur Einkehr ermuntern.

Ein Frühstücksbuffet zu Fr. 9.95

«Morgens bieten wir ein Frühstücksbuffet mit einem Heissgetränk und vier Auswahlmöglichkeiten an, zum Beispiel einem Croissant, einem Brötchen, einem Früchtebecher und einem Joghurt. Das Ganze für Fr. 9.95, ein äusserst interessantes Angebot, also», führt Uros Vuckovic aus, der seine Schulzeit in Leukerbad (VS) verbrachte, bevor er eine Lehre als Bäcker-Konditor absolvierte, um sich anschliessend an der Hotelfachschule in Zürich weiterzubilden.

Sowohl im Restaurant Marché Relais du Saint-Bernard in Martigny (VS), als auch im Restaurant Marché Relais de la Côte in Bursins, im Kanton Waadt (siehe SWISS CAMION 6/2021), wird nicht nur grossen Wert auf frische Produkte, sondern auch eine angemessene Preispolitik gelegt. «Mittags bieten wir mehrere Tagesmenus zu Fr. 16.95, 18.95 oder 21.95 an. Diese beinhalten ein nichtalkoholisches Getränk sowie den Tagesteller, wahlweise mit Salat oder einem Dessert», präzisiert Uros Vuckovic.

Ein Menu und ein Getränk für Fr. 16.95

Am 8. Oktober, dem Tag unseres Besuchs, bestand der Hauptgang des Tagesmenus à Fr. 16.95 aus einer à la minute am Tisch zubereiteten Forelle, so wie es in den Marché-Restaurants üblich ist. Diese sind auf dem gesamten Autobahnnetz der Schweiz, auf der Nord-Südachse von Basel bis Bellinzona (TI) sowie der Ost-Westachse vom Heidiland in Maienfeld (GR) bis zum schon erwähnten Relais de la Côte in Bursins, zahlreich anzutreffen. Auf allen Konsumationen in den Restaurants kommen die Routiers Suisses Mitglieder im Übrigen in den Genuss eines Rabatts von 10 %.

Die Raststätte in der Nähe von Martigny verfügt nicht nur über zwei Teiche, die in der warmen Jahreszeit zu einem erfrischenden Bad einladen, sowie mehrere Kinderspielplätze, sondern zudem über einen Meditationsweg. Dieser befindet sich nördlich des Restaurants und enthält verschiedene Tafeln mit Fotos von Orten der Besinnung, des Gebets und der Ruhe, die im ganzen Wallis verstreut sind. Auf der ersten Erklärungstafel ist Folgendes zu lesen: «Unseren Gästen, die zu uns kommen, um neue Kraft zu schöpfen, ein herzliches Willkommen! Über einen Alpenpass oder durch die Talenge von Saint-Maurice sind Sie ins Wallis gelangt. Dieser Meditationsweg ist für alle da … Wer dem Tumult der Städte, dem Arbeits- oder Verkehrsstress entkommen ist, sehnt sich nach sorgenfreier Ruhe.» (Laurent Missbauer)

Informationen: Restaurant Marché Relais du Saint-Bernard auf der A9 in Martigny (VS).
Öffnungszeiten: von 6 bis 22 Uhr (montags bis donnerstags), von 6 bis 23 Uhr (freitags bis sonntags).

Helft unseren Relais!

Da die Gastro-Branche von der Coronavirus-Krise stark betroffen ist, haben wir uns entschlossen, sie zu unterstützen. In welcher Weise? Indem wir den Relais Routiers Suisses nicht nur eine, sondern gleich zwei Seiten widmen, um einige der touristischen Attraktionen der Regionen, in denen sie sich befinden, hervorzuheben. Dies soll unsere Mitglieder ermutigen, nicht nur während ihrer Arbeit, sondern auch in ihrer Freizeit unsere Relais zu besuchen Das Relais dieser Ausgabe könnte ein willkommener Zwischenstopp auf einer Reise ins Wallis sein, zum Beispiel mit einem Besuch im Barryland und der Stiftung Gianadda in Martigny (siehe unten). Martigny steht auch auf der Route der «Grand Tour of Switzerland» von Schweiz Tourismus. Wir wünschen Ihnen eine gute Reise, schöne Spaziergänge und vor allem einen guten Appetit!

Laurent Missbauer
Chefredaktor von SWISS CAMION

Barryland und die Fondation Gianadda sind eine Reise nach Martigny wert

Die Erwähnung von Martigny in Sachen Tourismus erinnert vor allem an Barryland und die Fondation Gianadda, die ein Automobilmuseum (Foto nebenstehend rechts), Wechselausstellungen und einen Skulpturengarten umfasst. Barryland ist ein Museum, das den Bernhardinerhunden und allem was Pass und Tunneldurchfahrt des Grossen Sankt Bernhard betrifft, gewidmet ist. Letzterer, 1964 eröffnet, war der erste Tunnel, der ganzjährig den alpenquerenden Strassenverkehr ermöglichte. Barrylands Hauptattraktion ist seine Welpenzucht. Ganz besonders die vier bis fünf Würfe pro Jahr er-freuen und berühren den Besucher (Foto rechts). Das Museum gibt auch Einblick in die Verwendung der Bernhardinerhunde für Werbezwecke, deren Bilder oft mit der Schweiz in Verbindung gebracht werden. So dienten sie Suchard für ihre Schokoladenwerbung, dies sogar auf einem Saurer-Lastwagen! (Laurent Missbauer)

Das Restaurant bietet ein Frühstücksbuffet für Fr. 9.95 an, das bei Chauffeuren sehr beliebt ist.
Le Marché Relais du St-Bernard befindet sich auf der Autobahn A9 bei Martigny.
Uros Vuckovic leitet das Marché Relais du Saint-Bernard seit dem 1. April 2018.
Die südlich gelegene Terrasse ist eine der Hauptattraktionen des Relais du Saint-Bernard, seit Jahresbeginn Relais-Mitglied der Routiers Suisses.
Das Restaurant Marché Relais du Saint-Bernard in Martigny verfügt über eine Terrasse mit Blick auf den Rosel-Teich: «Man fühlt sich in den Ferien und vom Autobahnlärm hört man nichts», hält Uros Vuckovic, seit drei Jahren Leiter des Restaurants, fest.